Trauringe

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Der deutsche Schriftsteller und Apotheker Theodor Fontane sagte einst "Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten." Schon bei der Auswahl der Trauringe für den schönsten Tag im Leben kann man mit eben diesen Kleinigkeiten seiner Liebe Ausdruck verleihen und die Besonderheit der Liebesbeziehung für andere und für sich selber sichtbar machen.

Trauringe – von der Antike bis heute ein Zeichen der Liebe

So individuell wie jedes einzelne Paar und jede Beziehung für sich gesehen ist, so vielseitig ist auch die Auswahl an einzigartigen und besonderen Eheringen. Schon in der Antike war der Ring das Symbol für die niemals endende und immerwährende Liebe, da er keinen Anfang und kein Ende besitzt. Auch das Tragen des Ringes am Ringfinger findet seine Bedeutung im frühen Altertum. Man glaubte damals, dass eine Ader durch den Ringfinger direkt zum Herzen führt. Schon die Römer und auch die Ägypter trugen aus diesem Grund ihren Trauring am linken Ringfinger. Die Tradition, den Ehering am Ringfinger zu tragen, wurde bis heute beibehalten. Nur das Tragen des Eherings an der linken oder an der rechten Hand ist von Land zu Land unterschiedlich. Während der Trauring in Deutschland traditionell am rechten Ringfinger getragen wird, trägt man ihn in der Schweiz oder in Italien zum Beispiel an der linken Hand. Ein weiterer sehr alter Brauch ist das Gravieren oder das Besetzen der Ringe mit Edelsteinen. Die bei Ausgrabungen entdeckten Ehering waren oft mit Steinen besetzt und auch mit Inschriften versehen.

Die Bedeutung des Traurings in der Kirche

Seit ungefähr 850 n. Chr. bekam der Trauring auch für die Kirche eine sakrale Bedeutung, da er das Sinnbild für die Ewigkeit und Beständigkeit der Ehe und auch für Treue darstellt. Die kirchlichen Trauungen mit dem Tausch der Trauringe setzten sich erst im 13. Jahrhundert richtig durch. Der Trauring als Symbol der Ehe ist bis heute geblieben und das Tauschen der Ringe als Symbol der Zusammengehörigkeit ist bei jeder Hochzeit ein wichtiges Ritual und nicht mehr aus der Zeremonie weg zu denken. Doch dieses Ritual wird nicht nur bei der kirchlichen Trauung vollzogen sondern ist auch bei der standesamtlichen Hochzeitszeremonie mittlerweile ein fester Bestandteil.

Trauringe – Ausdruck der Persönlichkeit

Bei der Auswahl der richtigen Trauringe müssen einige Entscheidungen getroffen werden, die einem nicht leicht fallen. Man sucht den richtigen Ring, der einen durch ein langes Eheleben begleiten soll. Daher ist es wichtig sich Gedanken zu machen über das Material, die Form und die Verarbeitung der Ringe. Genauso wichtig ist das Design und natürlich der Tragekomfort des Ringes. Gelbgold, Weißgold, Platin oder Palladium sind nur ein paar Möglichkeiten, das Material betreffend. Mit Stein oder ohne Stein, ist eine weitere Frage genauso wie die Anzahl und die Anordnung der Steine auf dem Trauring. Die Trauringe spiegeln die Persönlichkeit der Träger wieder und sie symbolisieren die Liebe der Partner zueinander. Aus diesem wichtigen Grund müssen die Ringe beiden uneingeschränkt gefallen.

Trauringe – Vielfältig wie das Leben

Der Tragekomfort und das Design sind wichtig bei der Auswahl des passenden Trauringes. Da der Ring täglich getragen wird und das ein Leben lang, muss er perfekt sitzen und man muss sich uneingeschränkt damit wohlfühlen. Es gibt verschiedene Varianten, wie der Ring geformt sein kann. Die Innenwölbung der Trauringe spielt eine entscheidende Rolle bei der Trageeigenschaft. Je nach Ringprofil ist sie stärker oder leichter angelegt. Den Unterschied zwischen den Händen von Mann und Frau kann man meistens durch die variable Ringbreite kompensieren. Es wird heutzutage nicht mehr unbedingt so gehandhabt, dass Mann und Frau den identischen Ring tragen, obwohl auch das noch oft vorkommt. Erlaubt ist, was gefällt. Anhand der Legierungsbezeichnung erkennt man wie hoch der Anteil des Feingoldes am Gesamtgewicht ist. Sehr beliebt ist die Legierung 585/000, mit beinahe 60 Prozent Goldanteil. Diese Legierung besitzt hervorragende Trageeigenschaften und eine schöne Farbe. Die Legierung 750/00 (18 Karat) weist mindestens 75 Prozent Goldgehalt auf und ist dadurch sehr hochwertig und besitzt beinahe die Farbe von reinem Gold. Legierung bedeutet, dass das Gold mit weiteren Metallen gemischt wird. Kupfer, Palladium, Silber und Bronze werden als Legierungsmetalle bei der Herstellung von Trauringen verwendet. Je nach Menge der eingesetzten Legierungsmetalle verändert sich die Farbe der Ringe. Je mehr Kupfer, desto rötlicher werden sie und mehr Palladium und Silber ergeben Weißgold. Extrem rein und äußerst kostbar ist das Edelmetall Platin. Es wird mit einem Feingehalt von 95 Prozent verarbeitet und ist ein festes und widerstandsfähiges Metall. Es ist schwerer als andere Edelmetalle und behält seine Farbe immer bei. Es zeichnet sich auch durch eine sehr gute Hautverträglichkeit aus. In der Auswahl von Material und der Färbung der Ringe gibt es unzählige Möglichkeiten. Der Geschmack und die Vorliebe des Brautpaares entscheiden letztlich über die Farbe oder ob sie zweifarbige oder gar dreifarbige Trauringe wünschen.

Individualität durch persönliche Wünsche

Um den Trauringen den letzten persönlichen Schliff zu geben, steht die Entscheidung über die Verwendung von Schmucksteinen und eine Gravur an. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schmucksteine auf dem Ring anzuordnen. Man kann nur einen größeren Diamanten wählen oder rundum mehrere kleine Steine setzen lassen. Auch kreuz- oder herzförmig oder quadratisch kann man Diamanten fassen lassen. Es sind fast keine Grenzen gesetzt und man kann der Phantasie freien Lauf lassen. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten für eine Gravur. Klassisch ist das Gravieren des Hochzeitsdatums und des Vornamens des Partners eventuell mit einem kleinen Symbol versehen, wie zum Beispiel Herzen oder zweier ineinander verschlungener Ringe. Natürlich ist auch eine individuelle Gravur möglich. Sehr speziell sind Außengravuren, das heißt die Trauringe werden auf der sichtbaren Seite graviert. Lateinische Zitate werden auch häufiger genommen oder auch ein Satz, der im einen Ring beginnt und im Ring des Partners fortgesetzt wird. Wichtig ist, dass der Satz ausdrückt, was beide fühlen. „Das Glück ist mit den Mutigen„ oder „Wo Du nicht bist...“ „...will ich nicht sein!“ sind nur zwei Beispiele aus einer unendlichen Vielzahl von Möglichkeiten.

„Der Zauber steckt immer im Detail“. Genau dieses Zitat von Theodor Fontane drückt aus, was Trauringe bedeuten und unter welchen Aspekten man sie auswählen soll. Die Trauringe sollen uns , genau wie der auserwählte Partner, ein Leben lang begleiten und Freude bereiten, wenn wir sie ansehen.



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